stickK.com – Wie nötige ich mich selbst die Dinge anzupacken, die ich mir vorgenommen habe?

Von Timo am 20. Juli 2009 um 07:19

Ich schliesse einen Vertrag mit mir selbst, beauftrage einen Schiedsrichter und bestrafe mich selbst mit Geld-Abbuchungen auf meiner Kreditkarte, wenn ich meine Commitments nicht einhalte.

Strange ?

Auf den ersten Blick JA.

Andererseits: im hektisch-operativen Tagesgeschäft die wirklich wichtigen Dinge in die Umsetzung zu bringen, ist eine Herausforderung. Jeder von uns hat sich schon mehrfach auf der grünen Wiese, also z.B. im Urlaub oder während eines inspirierenden Seminars wirklich wichtige Änderungen vorgenommen und sogar als Outlook-ToDo aufgeschrieben. Sich dann jedoch selbst auf der Spur zu halten und day-by-day dranzubleiben … naja.

www.stickK.com greift diese Problematik auf, baut dabei auf soziologische Studien und wird seriös betrieben von den Yale-Professoren Dean Karlan und Ian Ayres.

Bei sticK.com schliesst man einen Vertrag mit sich selbst, bestimmt einen Schiedrichter, der die Erreichung der festgelegten Meilensteine überwacht und ggf. Bestrafungen ausspricht. Die Bestrafung kann auch monetär gewählt werden, indem man seine Kreditkarten-Nummer hinterlegt und die Strafzahlungen dann Charity-Organisationen zukommen lässt.

Man nimmt sich also beispielsweise vor Abzunehmen, jeden Abend um 18:00 Uhr das Büro zu verlassen oder französich zu lernen, wird von stickK gleich nach 1 Woche daran erinnert und bei Faulheit oder Inkonsequenz zur Kasse gebeten.

Abgefahrene Idee.

Eine gute Alternative dazu: jeden Tag 1 Minute mit Geschwindigkeit 0 km/h

Jeden Tag zur gleichen Zeit mit dem haargenau gleichen Ritual verinnerliche ich meine Ziele und meine gewollten Verhaltensänderungen. Ich „beame“ mich für 60 Sekunden raus aus meinem turbulenten Tagesablauf, bremse auf 0 km/h ab, hebe den Kopf, schau mich um, nehme die Umgebung wahr, und LESE dann vollständig, WORT FÜR WORT und in Ruhe meine Formeln von einem Blatt Papier oder aus meinem Organizer ab.
Das „Beamen“ auf 0km/h muss verknüpft sein mit einem festen Ritual, z.B. ich nimm die Armbanduhr vom linken Handgelenk, nimm sie in die rechte Hand und schaue dem Sekundenzeiger 10 Sekunden zu – jetzt bin ich auf 0 km/h – und jetzt lese ich meine Formeln ab.
Das kann ich überall machen und brauche nichts und niemanden dazu.
Einzig notwendige Vorarbeit: die FORMELN schriftlich in max. 3-4 Sätzen oder in max. 10 Stichwörtern aufschreiben und immer am „Mann“ haben.

Die 1Minuten-Beam-Methode hat sensationelle Erfolgsquoten bei meinen Coachees. Ich selbst praktiziere sie seit >10 Jahren.

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