Tagfertigkeit – ohne Altlasten in den Tag starten

Von Timo am 23. November 2009 um 10:36

Backlog´s essen Seele auf. Mimik zerknirscht

Ich sitze abends im A6 oder im 5er, bin völlig platt und ausgepowert und habe das Gefühl heute nichts geschafft zu haben. Ich gehe mit zig ToDo´s und offenen Tasks nach Hause. Ich schleppe immerzu einen Backlog mit mir herum und täglich poppen neue, unerwartete Tasks auf meinen Tisch – irgendein wichtiger will irgendetwas wichtiges ganz dringend von mir.

Nun, wie halte ich mir Zeitdiebe vom Leib und wie organisiere ich mich wirksam – siehe Advanced-Eisenhower.
Ist natürlich ein Dauerbrenner.

Das was ich jetzt hier folgend darüber hinaus sage, ist ein intellektueller NoBrainer.
Aber die Umsetzung dieses NoBrainers bringt die Zufriedenheit und das gute Gefühl auf der Heimfahrt zurück in meinen Bauch und mein Herz.

Ich werde TAGFERTIG.

Ich erledige ALLES, was ich mir für den Tag vorgenommen habe, zu meiner eigenen vollsten Zufriedenheit.
Ich werde TAGFERTIG und lasse keine Backlog´s oder Leftover´s übrig.
Ich plane am Ende dieses erfolgreichen und zufriedenstellenden Arbeitstages entspannt in 10 Minuten meinen morgigen Tag und inhaliere die positive Energie des fertig-seins.

Wie bekomme ich das hin?

Auf der Basis von Advanced-Eisenhower verplane ich nur noch 50% meiner verfügbaren Zeit. D.h. Termine (die dauern halt so lange, wie ich ihnen vorher einräume, und niemals länger) und Tasks (die dauern halt so lange, wie ich es vorher mit Konzentration und gründlichem Nachdenken einschätze, und niemals länger) füllen nur noch 50% meiner verfügbaren Tagesarbeitszeit aus in meinem Tagesplan.

Alles was nicht in die 50% der verfügbaren Zeit reinpasst, plane ich nicht und mache ich auch nicht.

Die „offenen“ 50% meiner Arbeitszeit können dann entspannt gefressen werden von Blitzen, die aus dem Tagesgeschäft heraus bei mir einschlagen.

Die ganze Methodik ist ein NoBrainer.
Sie führt unweigerlich zu täglicher Zufriedenheit und zu wieder gewonnenem Lebensglück (sorry to be so dramatic, but it´s quite true).
Die Realität: kaum einer hat es im Griff, obwohl es intellektuell ein NoBrainer ist.
Es liegt nur an mir selbst.

Ist das ein dünnes Brett. Nein, ein DICKES.
Hat man es je ohne Fokus und Konzentration im Griff – wird es zum Selbstläufer. Nein, es braucht jeden Tag und jede Woche aufs Neue meine Konzentration und meine Selbstdisziplin. Es braucht Konsequenz.

By the way: das Gleiche gilt genauso für zu Hause – z.B. für die Erledigung aller Überweisungen, klären aller Versicherungs- und Ämter-HeckMecks wie Lohnsteuerausgleich & Co. – dafür reicht WOCHENFERTIG – d.h. in einem FESTEN RITUAL zur immer gleichen Stunde am Wochende erledige ich alle Überweisungen, lege alle Belege sauber in Ordnern ab und widme mich den anstehenden qualvollen Tasks wie Belege-Vorbereitung für den Steuerberater in genau der Woche, in der die Task anfällt, und niemals später

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3 Kommentare »»

  1. Hallo

    ist 50% meiner täglichen Arbeitszeit für unerwartete externe Tasks nicht was viel?

    Ich gebe Dir recht dass man dafür Zeit einplanen muss – wenn ich aber täglich so viel davon in ungelpanter Art und Weise habe, dann mach ich oder die Organisation doch was falsch – oder ich muss mir schlicht pro Tag 1h telefonieren mit dem Team einplanen wenn das notwendig ist – dann ist es aber auch nicht unerwartet.

    Kommentar von SZosel - 23. November 2009 um 12:05

  2. Die 50% garantieren, dass es funktioniert.
    Ich habe 14 Jahre Erfahrung damit bei mir selbst und etwa 9 Jahre Erfahrung in der bewussten Beobachtung Dritter (meine damaligen Manager bei Cisco und dann später meine Coachees) die es anwenden und es zum Funktionieren bringen.
    Gehst Du auf 70 oder 80% fliegt Dir das Ding um die Ohren und Du sitzt abends wieder unzufrieden im Auto.
    Zweiter Punkt: wenn an einem guten Tag von den nicht verplanten 50% z.B. mal 20% übrig bleiben, also sagen wir 100 Minuten, dann hole ich Luft, hebe den Kopf und schau nach vorne – das tut mir gut – und das tut meinem Geschäft gut.
    Meine Empfehlung: probier´s mit 50% und schau mal, wie es sich anfühlt.

    Kommentar von Timo - 23. November 2009 um 12:38

  3. Ja, da hast du wohl recht, die 50% sind ein guter Wert. Kommt halt bei den Leuten von aussen, die dich mittels Einblick in den Outlook Kalender einsehen können, komisch an. Die behaupten dann ja ‚der hat ja nichts zu tun’….
    Tage an denen ich von Morgens bis Abends nur Termine im Kalender stehen und abzuarbeiten hab, die nicht beim Kunden sind, könnte ich am liebsten auslassen. Die bringen eh nicht viel, weil nichts wirklich abgearbeitet werden kann.
    Eine wirkliche Herausforderung, sich so zu organisieren! Aber sie ist es wert umgesetzt zu werden.

    Kommentar von Wolfgang - 28. November 2009 um 10:06