Ich bin der VP Sales. Nein. Das bin ich nicht.

Von Timo am 10. März 2015 um 11:34

Das merke ich aber erst dann, wenn mich jemand gebeten hat ab morgen nicht mehr zur Arbeit zu kommen. Dann wird klar, dass ich nicht der VP Sales „bin“.

Definiere ich mich nur über den Job, den ich gerade VORÜBERGEHEND ausübe, baue ich auf Sand und bin verletzlich und instabil. Das ist mir nicht bewusst, so lange ich auf dem Job bin und sich das Hamsterrad dreht. Nimmt mir einer meinen Job weg, falle ich in ein tiefes Loch und ich bin davon abhängig den nächsten „gleichwertigen“ Job zu bekommen um wieder WER ZU SEIN.

Lösung: Ich bin NICHT der VP Sales. Zu keinem Zeitpunkt.

Ich MACHE DEN JOB des VP Sales.
Professionell. Committed. Mit Herzblut.
Genau so lange, wie mich der Organismus braucht und ich dem Organismus nutze.
Genau so lange, wie ich den Organismus brauche und mir der Organismus nutzt.
Und das ist von vorne herein klar.
Es ist ein Deal auf Zeit. Von beiden Seiten.

Diese Veränderung des Blickwinkel rückt automatisch meine anderen Rollen im Leben an eine richtigere Position: ich bin Vater/Mutter, ich bin Ehemann/frau, ich bin Kind, ich bin Freund, ich bin ICH.

Der Witz dabei: diese Distanz macht mich auch im Job besser, weil ich den Connect zum wirklichen Leben halte, lebe, und so meine innere Stabilität zu jedem Zeitpunkt intakt ist – dadurch bin ich unabhängiger, selbstsicherer, angstfreier und somit lockerer.

Jeder, der schon mal gebeten wurde morgen nicht mehr zu kommen, versteht was hier steht.
Die anderen möglicherweise noch nicht.

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