Memento mori – bedenke, dass Du sterblich bist.

Von Timo am 01. April 2017 um 17:23

…  almost everything, all pride, all fear of embarrassment or failure just fall away in faith of death. Leaving only what is truly Herz im Mannimportant. Remembering that you are going to die is the best way I encountered to avoid the trap of thinking you have something to loose. You are already naked.
Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life.
Don´t be trapped by dogma, which is living on the results of other peoples thinking.
Don’t let the voice of others ground out your inner voice.
Have the courage to follow your heart and intuition.
[Steve Jobs @ Stanford Commencement 2005 – Auszüge aus einer wegweisenden Jahrhundertrede]

Ackergaul oder Zirkuspferd – was muss ein Executive heute sein …

Von Timo am 27. März 2015 um 09:40

Pferdekopf

ACKERGAUL.

Die Zeit der Zirkuspferde ist vorbei.

Zirkuspferde waren super in den Zeiten, in denen Wachstum selbstverständlich war und es nur um die Frage ging, ob +30% oder +50% y-y-growth.
Zirkuspferde sind inspirierend, begeisternd, lösen Energieflüsse aus und lenken auch für die Zeit ihres Showauftritts von den Detailproblemen ab.

Das Feld jedoch bleibt jedoch unbestellt.
Alle haben sich amüsiert und waren im Moment begeistert, aber auf dem Acker ist nichts gepflanzt oder gesät. Somit wird die Ernte auch dünn werden.

In den bereits angebrochenen Zeiten geringeren Wachstums in der IT müssen Organisationen ackern für vernünftiges Wachstum in Revenue und Marge. Schönwetter-Segeln war gestern.

Und Ackern heisst:

  • den Kurs klar vor Augen haben
  • die nächsten 4-5 taktischen Meilensteine glasklar formulieren und in die Mannschaft transportieren
  • konkrete, fassbare, messbare Einzelschritte vereinbaren und akribisch nachhalten
  • der Wahrheit ins Gesicht sehen und auf Realitäten reagieren
  • wenn etwas aus dem Ruder läuft, hart und schnell Korrekturen einfordern und sicherstellen
  • schwitzen
  • machen
  • dranbleiben
  • nicht Müde werden

Natürlich wär es am besten, wenn einer Ackergaul UND Zirkuspferd ist.
Aber die sind dünn gesät.

Panta rhei. Alles fliesst und nichts bleibt.

Von Timo am 18. März 2015 um 08:47

SanduhrVergänglichkeit ist die wahre Natur des Lebens.

Nichts bleibt.
Nichts gehört mir.

Jedes festhalten verhindert den Fluss.
Sich im Fluss treiben lassen erzeugt Energie, Erfolg, Zufriedenheit und Glück.

Festhalten erzeugt das Gegenteil.

Job – Karriere – Geld – Macht – Partnerschaft – Kinder – YouNameIt

Klappt 1a.
Ist keine Esotherik sondern funktionierende Quantenphysik.

[Quelle: Heraklit und Platon]

Ich bin der VP Sales. Nein. Das bin ich nicht.

Von Timo am 10. März 2015 um 11:34

Das merke ich aber erst dann, wenn mich jemand gebeten hat ab morgen nicht mehr zur Arbeit zu kommen. Dann wird klar, dass ich nicht der VP Sales „bin“.

Definiere ich mich nur über den Job, den ich gerade VORÜBERGEHEND ausübe, baue ich auf Sand und bin verletzlich und instabil. Das ist mir nicht bewusst, so lange ich auf dem Job bin und sich das Hamsterrad dreht. Nimmt mir einer meinen Job weg, falle ich in ein tiefes Loch und ich bin davon abhängig den nächsten „gleichwertigen“ Job zu bekommen um wieder WER ZU SEIN.

Lösung: Ich bin NICHT der VP Sales. Zu keinem Zeitpunkt.

Ich MACHE DEN JOB des VP Sales.
Professionell. Committed. Mit Herzblut.
Genau so lange, wie mich der Organismus braucht und ich dem Organismus nutze.
Genau so lange, wie ich den Organismus brauche und mir der Organismus nutzt.
Und das ist von vorne herein klar.
Es ist ein Deal auf Zeit. Von beiden Seiten.

Diese Veränderung des Blickwinkel rückt automatisch meine anderen Rollen im Leben an eine richtigere Position: ich bin Vater/Mutter, ich bin Ehemann/frau, ich bin Kind, ich bin Freund, ich bin ICH.

Der Witz dabei: diese Distanz macht mich auch im Job besser, weil ich den Connect zum wirklichen Leben halte, lebe, und so meine innere Stabilität zu jedem Zeitpunkt intakt ist – dadurch bin ich unabhängiger, selbstsicherer, angstfreier und somit lockerer.

Jeder, der schon mal gebeten wurde morgen nicht mehr zu kommen, versteht was hier steht.
Die anderen möglicherweise noch nicht.

gestriger Erfolg …

Von Timo am 18. Februar 2015 um 17:05

Success always makes obsolete the very behavior that achieved it. [Peter Drucker]

Leicht gesagt – schwer umgesetzt.

Mimik zerknirschtDas heisst Loslassen, Aufgeben, Herschenken meines persönlichen Erfolgsrezeptes und wieder als Anfänger an den Start gehen. Obwohl ich in meiner bisherigen Vorgehensweise ein etablierter, anerkannter Profi mit Standing bin, soll ich wieder zum Anfänger werden und neue Fehler machen ?

Genau.

Alles was lang dauert, taugt nixxx.

Von Timo am 15. Januar 2015 um 11:52

Stoppuhr… ohne weiteren Kommentar.

Quelle: fränkischer Unternehmer (62) mit viel Lebens- und Unternehmer-Erfahrung

 

Der erste Schritt ist der schwerste ….

Von Timo am 14. Januar 2015 um 10:00

Bei einem Mondflug verbraucht die Rakete >90% des gesamten Treibstoffs beim Start. Es ist extrem anstrengend und energieaufwändig der Gravitation zu entfliehen. Für den ganzen Rest der Reise von 2 x 400.000km sind nur noch 10% Energie nötig.

Wenn ich Veränderungen bewirken will, sei es bei mir selbst, in meinem eigenen Verhalten oder auch im Verhalten meiner Mannschaft, ist es genauso. Der erste Schritt ist der schwerste und aufwändigste. Aber auf ihn kommt es an. Der erste Schritt ist DER SCHLÜSSEL zur Veränderung. Er muss die Gravitation, also die Gewohnheit, überwinden.

D.h. ich muss am Anfang der Reise die volle Konzentration und die volle Kraft gleich in den allerersten Schritt legen, damit die Folgeschritte überhaupt stattfinden können und werden.
Der größte Fehler, den ich machen kann, ist es erst mal locker anlaufen zu lassen in der Hoffnung, dass der Prozess dann schon irgendwann Speed aufnimmt.

Noch 2 gute Jahre, dann bin ich DURCH …

Von Timo am 07. Januar 2015 um 11:56

… solche Durchhalteparolen sind gerade recht hip Sonne TimoRinglein

DURCH was bin ich denn dann …

DURCH den Mist, den ich gerade als solchen erlebe und wahrnehme.
Und danach wird alles gut, weil dann das Bankkonto stimmt.
Deswegen stehe ich diese Zeit durch und quäle mich jeden Tag dorthin.

Meine Wahrnehmung: die Rechnung geht nicht auf.

Das erhoffte spätere Wohlbefinden tritt nicht ein.
Hab ich noch in keinem Fall so erlebt.
Eher das Gegenteil.

Auf dem Weg zu diesem zukünftigen Glück verliere ich Tonnen an Energie und blute aus.
Gefährde mein Gesundheit und mein soziales, privates, familiäres Gefüge.

Das Wertvollste, und im Prinzip das Einzige was wirklich mir gehört, ist der Augenblick, der gerade stattfindet. Keiner weiss was morgen sein wird. Nur der Augenblick, das Hier&Jetzt, gehört wirklich mir.

Das Beste, was ich also tun kann, ist JETZT und mit großer ACHTSAMKEIT den Augenblick zu geniessen und/oder das JETZT sofort so umzugestalten, dass es mich glücklich macht.

Alles andere ist ein Draufzahlgeschäft.

1.Hauptsatz der Thermodynamik – Energie geht nicht verloren

Von Timo am 26. November 2014 um 15:23

Energie kann nur in andere Energie umgeformt werden. Starrkopf TimoRinglein
Sie geht nicht verloren.
Das gilt für jede Art von Energie.

Jetzt gibt es Typen die sagen: ein gesprochenes Wort ist Energie.
Noch andere: ein gedachter Gedanke ist Energie.

Diese Typen sagen weiter: das Wort oder der Gedanke gehen nicht verloren, sondern bleiben als Energie erhalten. Als positive Energie oder als negative Energie.
Und nach dem 3.Newtonschen Gesetz von actio=reactio kehrt diese positive oder negative Energie zum Sender zurück.

Ich glaube das stimmt.

Change it – Love it – Leave it …

Von Timo am 25. Januar 2014 um 09:31

Die Positiv-Denker dieser Welt sagen uns: LOVE IT ist der beste Weg.
Love it im Sinne von: die Dinge, denen man begegnet, mit positiver Einstellung und positivem Karma zu sehen. Assume positive intend, hat mal ein Coach zur Cisco-Zeit zu mir gesagt, weil ich mich oft über Manöver oder noch mehr über Unterlassungen von Kollegen aufgeregt habe.
Love it ist ein gutes Rezept, wenn man diese Einstellung findet und durchhält.
Da haben die Jungs schon recht.
In den Fällen, wo man sich Love it zwar vornimmt, sich aber dann doch jeden Tag aufregt und mit Frust durch die Gegend steigt, ist Love it das schlechteste Rezept und führt im worst case zum BurnOut, also in ein Energie-Loch, in eine Sackgasse.
Die Rechnung dafür bezahlt nur einer:  ICH.

Leave it.
Naja, moderne Matrix-Organisationen ähneln sich in ihren Verhaltensmustern sehr. Sehr sehr sehr !
Ja, es gibt schlimme und schlimmere, das stimmt.
Häufig laufe ich aber nach der Euphorie-Phase in die gleichen Muster wie in meinem alten Unternehmen.
Leave it ist also nur manchmal der beste Weg.

Change it.
Wie will ich in einer Matrix mit schwimmenden Zuständigkeiten und gegensätzlichen Interessen der Silo-Owner etwas bewegen?

Mit Wucht und Einsatz meines ganzen Körpergewichts.
Integrierend.
Die anderen abholend.
Aber unnachgiebig in der Sache, hartnäckig und mit dem absichtlichen Risiko, dass ICH ES NICHT JEDEM RECHT MACHE  und auf political correctness zugunsten der richtigen Sache, also dem unternehmerischen Nutzen für die Company, verzichte.

Das ist gut für mich.
Das ist gut für meine psycho-soziale Gesundheit.
Das ist gut für meine Company.

Raus aus dem Hasenstall.

Man braucht nur so viel Kohle, damit ohne Probleme die Waschmaschine verrecken kann …

Von Timo am 13. November 2012 um 14:04

… sagte Udo Lindenberg im Radiointerview vor etwa 3 Jahren (ist im Netz leider nicht mehr zu finden), auf die Frage hin, was er denn alles mit seinem Geld macht.

Er sagte sinngemäß weiter:
Weißt du, das mit der Kohle ist so eine Sache.
Hast du so wenig, dass du nicht weisst wie du deinen Kühlschrank voll bekommst, dann ist das Mist.
Hast du so viel, dass es sich anhäuft und du dich drum kümmern musst, dann ist das auch Mist.
Das beste ist, du hast genau so viel Kohle, dass du deinen Kühlschrank voll bekommst und ohne Probleme die Waschmaschine verrecken kann.

Ich habe Leute gesehen, die echt darunter gelitten haben, zu wenig Kohle zu haben. Dann kannst du deine Kinder nicht auf die Schulfreizeit schicken usw. Das ist echt bitter.

Aber ich habe viel mehr Leute leiden und kaputt gehen sehen in der Sorge um ihr Geld. Eigentlich müsste man ja meinen, wenn man Geld hat, dann ist das Leben sorgenfrei. Ich habe es genau andersrum erlebt. Die Leute machen sich verrückt und hadern, wie sie denn ihr Geld schützen oder gar vermehren. Dann legen sie es irgendwo an und machen sich darüber Sorgen, oder sie legen es nicht an und machen sich Sorgen darüber, dass sie eine Chance verpasst haben und trauern dem ewig nach.
Es ist echt irre.
Die die Geld haben, denen geht es irgendwie schlechter als denen, die keins haben.

Das beste ist, du hast genau so viel Kohle, dass du deinen Kühlschrank voll bekommst und ohne Probleme die Waschmaschine verrecken kann.
Dann hast du keine Sorgen.

Gedächtnisprotokoll aus einem Udo Lindenberg Radiointerview – habe ich heute im Gespräch mal zitiert – und halt mal hier hingeschrieben

Wer loslässt hat 2 Hände frei …

Von Timo am 11. Januar 2011 um 12:58

Der hessische Manager Hermann Ricker wird erst erfolgreicher, globaler Unternehmer, hat dann einen Wake-Up-Call in Form eines Autounfalls, verschenkt sein Unternehmen und sein Vermögen und wird buddhistischer Bettelmönch. Wer loslässt hat 2 Hände frei TimoRinglein
Was er auf dem Weg gelernt hat, hat er in ein Buch geschrieben.
Sehr wertvoll.

Hier die Kernbotschaften in meinen Worten:

Alles ist vergänglich.
Alles ist im Fluss.
Ich kann nichts mitnehmen in den Tod.
Nichts gehört wirklich mir.
Es macht keinen Sinn etwas festzuhalten, was fliesst. Das kostet nur immense Energie und ich kann den Fluss doch nicht aufhalten. Ich mache mich zum Sklaven der Dinge, die ich bewahren will und kann nur schlecht geniessen in dieser Zeit. Besser ist es im Energiefluss zu schwimmen, einzutauchen, es zu geniessen und zu erleben was flussabwärts noch auf mich wartet.
Loslassen.

Geld festhalten – also Rendite, Gewinn, usw. – klüger ist es, das Geld auszugeben, es in Fluss zu bringen, damit es zu mir zurück fliesst. Ich gebe es aus oder gib es jemandem ohne Erwartung und es wird, über welchen Weg auch immer, zu mir zurückfliessen.

Um Klarheit zu bekommen, bewege deine Flossen ruhig und langsam – wirble nicht die Sedimente am Boden des Goldfischglases auf, sonst wird das Wasser wieder trüb. Ruhe und Geduld bringt Klarheit.

Tue EINE Sache zu EINER Zeit.
Nimm die eine Sache ganz wahr, mit allen deinen Sinnen.
Mach dann erst die nächste mit der gleichen Konzentration.
Setze dazu reine, klare Energie ein => umso klarer und wuchtiger ist Rückwirkung des Universums.
Oder wie es im Sun Tzu steht: Do simple things well. Do a lot of simple things very well and you are ahead of the competition.

Cooler Typ, der Ricker.

Ich kann es …

Von Timo am 22. Dezember 2010 um 17:19

gut balanciert 
entspannt
souverän
… na weil ich halt gut organisiert und diszipliniert bin.

Ich Held.
Ich kann es halt.
Und das stimmte sogar 7 Jahre lang.

Und hätte ich dann alles so weiter gemacht, wie ich es in meinen klugen blog-Artikeln geschrieben habe, dann wäre es auch immer noch so.

Hab ich aber nicht.
Sondern ich habe Erwartungshaltungen, die ich selbst gesetzt oder zumindest nicht verhindert habe, professionell, gründlich und überzeugend befriedigt. Ich habe delivered. Schön konsequent in meiner 4 Tage-Woche, immerhin, aber mit einer Load innerhalb der 4 Tage, die ich noch nie zuvor in meinem Berufsleben gewuppt habe.

Ist das gut.
NEIN.
Balance verloren.
Eingegraben.

Wenn ich mich mal wieder denken höre „Ich kann es …“, dann übe ich Demut und besinne mich.
Alles was ich nicht jeden Tag übe, praktiziere und fokussiere geht mir verloren.
Steht ja auch in diesem blog. Mehrfach.

Schöne Weihnachten.

the lightness of being a beginner again …

Von Timo am 15. Juli 2010 um 11:02

„Es gibt ja keine arbeitslosen Manager, sondern nur zu viele Berater mit zu wenigen Aufträgen.“
die Quelle behandle ich vertraulich 😉

Die meisten von uns spielen mit dem Gedanken die Chance eines fremdgesteuerten Exits zu nutzen für den Übergang aus einer Festanstellung in die Selbständigkeit, ggf. sogar mit einer Abfindung als Startkapital.
Beim Reindenken in diesen Neuanfang entsteht aber dann ein dominant unwohles, unsicherers Gefühl.

Der Jobs sagte dazu rückwirkend über seinen Exit bei Apple:  „The heaviness of being successful was replaced by the lightness of being a beginner again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most creative periods of my life.“ usw usw NeXT-PIXAR-ToyStory-Apple(heute)

Da hat er Recht.
Weil die Unsicherheit in dieser Ausprobier- und Aufbau-Phase zwangsläufig mündet in Zuhören – Nachjustieren der Idee – Ausprobieren – Zuhören – Nachjustieren – Ausprobieren – Volltreffer. Und in diesem Prozess überschreite ich Hürden und Hindernisse und ent-WICKLE (man könnte auch aus-wickeln sagen) neue kreative Ideen und ich ent-WICKLE mich selbst.

also:  wenn ich mich wirklich traue es zu probieren , dann ist die Unsicherheit und Unruhe und Sorge ein grosses Geschenk und holt mehr aus mir heraus, als ich je zuvor aus mir herausgeholt habe – weil es nicht nice-to-have ist, etwas zu entwickeln, sondern MUST HAVE – und dann mach ich es auch

Menschenkenntnis

Von Timo am 17. Mai 2010 um 11:12

Hat „jeder“.
Menschenkenntnis ist aber schwer rational fassbar und erklärbar.
Es braucht MUT um dieser Fähigkeit zu folgen.
Meistens begründen wir es anderen gegenüber mit rationalen Argumenten, weil es komisch wirkt wenn ich sage: ich fühle, dass der Bewerber nicht zu uns oder nicht zu mir passt.

Da mir selbst dieser Mut fehlt, versuche ich seit >10 Jahren Menschenkenntnis rational und „wissenschaftlich“ zu lernen.
Ein Weg das zu tun ist die Psycho-Physiognomik, die Lehre von der Deutung der äusseren Erscheinung eines Menschen bezüglich seiner persönlichen Bedürfnisse, Eigenarten und Fähigkeiten.

Deswegen war ich am Vatertags-Wochenende mal wieder unterwegs beim 6. Internationalen Psycho-Physiognomik Kongress in Gunzenhausen. Das was ich dort und in allen Seminaren vorher gelernt habe hilft mir mein Gefühl der Einschätzung eines Menschen, die Menschenkenntnis, rational fassbarer und erklärbarer zu machen.
Ich kann zunehmend besser begründen warum ich der Meinung bin, dass ein Mensch in einer bestimmten Organisation, in einem bestimmten Organismus gut zurecht kommen wird oder nicht.

Die Wahrheit: das konnte ich schon immer – aber jetzt kann ich es in unserer vernünftigen, wissenschaftlichen, rationalen Welt einem Dritten besser erklären und bin deswegen in mir drin sicherer und standfester.

Die Einschätzung – also die Menschenkenntnis – hatte ich schon immer.
Aber jetzt habe ich mehr MUT die Einschätzung auch beim Namen zu nennen.

Der bessere und leichtere Weg: gleich und ohne Lehre und ohne Ratio dem inneren Gefühl glauben und folgen.

je höher die Drehzahl, desto kürzer die Weitsicht

Von Timo am 02. Mai 2010 um 14:37

ohne weitere Worte

Begin with the end in mind …

Von Timo am 26. April 2010 um 06:26

Ich gehe an eine neue Sache heran, indem ich es vom ENDE her durchdenke.

Klug.

Also eben nicht sequentiell – aufeinander aufbauend – ein Denkschritt nach dem anderen.
Nein.
Ich fang´ von hinten an.
Wie hätte ich es gerne im eingeschwungenen Zustand.
Wie sieht der Idealzustand aus. Fassbar. Bildhaft.
Wieviel Zeit – Aufwand – Ressourcen bin ich bereit zu investieren im eingeschwungenen Zustand.
Was will ich bis dahin alles dazugelernt haben. Was will ich dann bereits alles können.

Und mit diesem Bild gehe ich dann im Reverse-Engineering in Meilenstein-Etappen zurück bis zum heutigen IST-Zustand.

Das ist u.a. ein echt gute Übung  B E V O R  ich einen neuen Job suche und annehme.

Begin with the end in mind.

by-the way: Sowohl Stephen Covey (7 Habits ) wie auch Timothy Ferriss (4hour-workweek) beschreiben einige Beispiele dazu. Diese beiden Werke sind ohnehin must-read.

Setz´ Dich durch

Von Timo am 19. April 2010 um 08:34

Don´t ask for permission – beg for forgiveness.
Darüber hab ich letztes Jahr mal geschrieben. Link
Wie fast alle diese blog-Beiträge – ein Erlebnisbericht.

Wie ging die Story weiter …

Korrekturen wurden nicht eingeleitet – Verhaltensänderung der Mannschaft nicht erreicht – nur herumgedoktert statt an der Wurzel korrigiert – Ergebnisse sind runtergefallen – mehrmals hintereinander – Verhärtung und Emergency-Manöver gefahren – und schliesslich EXIT auf´s Abstellgleis – …

Selbst schuld?

Ja.

Political correctness war durchaus hilfreich als Karrierestrategie in der Zeit, in der die IT noch von alleine zweistellig wuchs (also damals, als ich Karriere machte ;-)). Jetzt, wo es in die Konsolidierung und Verdrängung geht, schlagen Sales- und Führungsfehler voll auf´s Ergebnis durch.

Setz´ Dich durch.

Nicht mit Gewalt – nicht frontal – nicht zu eckig.

Aber  konsequent – mit Nachdruck – mit Penetranz.
Werde nicht müde den unternehmerischen Nutzen der geplanten Änderung immer wieder gründlich und ganz zu erklären. Und dann lass Dich nicht abbringen von deinem Vorhaben.

Lass es nicht zu, dass Dich irgendwelche Schiffschaukelbremser von notwendigen Änderungen abhalten.

Sonst zahlst Du die Zeche.


beim Netzangriff im Halbfeld stehen bleiben …

Von Timo am 22. März 2010 um 08:35

Ich muss angreifen.
Ich will und ich muss raus aus meiner Lage.
Meine Wettbewerber unterbieten sich in den Tagessätzen für Consultants und Spezialisten – Time&Material-Verträge lassen mich ausbluten – ich bin kostenseitig aufgestellt für Lösungsgeschäft und grosse Turn-Key-Projekte – und da will ich hin – das ist meine Zukunft.
Diese grossen Projekte bekomme ich aber noch nicht.
Zumindest noch nicht oft und noch nicht von alleine.

Investiert habe ich schon.
Ich habe den Aufschlag gemacht und bin mit 3-4 schnellen Schritten Richtung Netz gelaufen zum Volley-Angriff – nun merke ich auf halber Strecke, dass die Beine schwer werden.

Wenn ich nun im Halbfeld stehen bleibe verliere ich den Punkt und im Worst-Case das Spiel.

Zurück zur Grundlinie kann ich nicht – meine Wettbewerber unterbieten sich in der Tagessatz-Schlacht.

Die einzige Option ist: Arschbacken zusammenkneifen – durchziehen – ran ans Netz und angreifen.
Es ist schwieriger als gedacht – so what – dann bleibt mir nur nachzulegen und mit doppelter Konzentration und doppeltem Mut Vollgas zu geben.

siehe auch http://blog.timoringlein.com/2009/07/in-der-allergrossten-not-fuhrt-der-mittelweg-zum-tod/

Zuhören …

Von Timo am 09. März 2010 um 12:08

Kommunikation ist der wichtigste Skill im Leben.

Das muss ich selbst können.
Bei allem anderen kann ich mir helfen lassen und es Outsourcen und Outtasken und …

Deshalb lernen wir alle sprechen, lesen und schreiben.
Das Wichtigste in der Kommunikation lernen wir aber nicht: ZUHÖREN.

Natürlich höre ich, was der andere sagt.
Die Schallwellen erreichen mein Ohr.

Wie reagiere ich auf die Schallwellen?

Der Idle-Modus:
ach ja – interessant – gut zu hören – freut mich – echt …
Ich halte das Gespräch aus Höflichkeit am Laufen.
Smalltalk & Co.
Und natürlich nutze ich die Gelegenheit um mal deutlich zu machen, was ich selbst für ein Hecht bin. Klar.

Der Einwandbehandlungs-Modus:
was sagt er da – welche Einwände hat er – wie behandle und widerlege ich diese – wie bringe ich ihn auf meine Spur – was muss ich senden, damit er mir folgt …
Das Verkaufsgespräch alter Schule.

Der Empathie-Modus:
Ich interessiere mich für DICH.
Ich nehme DICH ernst.
Ich nehme Deine Meinung und Deine Sichtweise ernst.
Ich habe nicht die Absicht Deine Sicht zu widerlegen sondern ich will von Dir und Deiner Sichtweise lernen – ich wertschätze die Differenz – wenn einer mit Deiner Erfahrung, Deiner Intelligenz und Deiner Integrität eine andere Sichtweise hat, dann interessiert mich diese und ich kann und will davon lernen.

Je besser und genauer ich den Anderen verstehe, desto mehr werde ich ihn als Mensch und Person wertschätzen, desto ehrfürchtiger und wertvoller werde ich über ihn denken und desto angemessener werde ich mit ihm umgehen.

UND ER MIT MIR  !!!!!!!

Warum schreibe ich das – na weil ich selbst daran arbeite.
Der beste Zuhörer = beste Berater = beste Verkäufer war ich in den ersten Monaten meiner Selbständigkeit. Ich hatte kein Produkt, ich hatte kein präsentierbares Konzept, ich hatte keine Referenzen, ich hatte keine Erfahrung. Die Folge: ich MUSSTE zuhören, weil ich ja nichts zum Senden und erzählen hatte.
Heute habe ich viel Erfahrung, viele Konzepte, viele Referenzen und was mache ich … ich rede darüber und sende anstatt wieder richtig und ganz zuzuhören.

Die Bedürfnisse, Sichtweisen, Antriebe, Werte und Prinzipien eines Menschen zu erfahren, seinen inneren Kern zu berühren, fühlt sich an wie das Gehen auf heiligem Boden.
Es entsteht ein irrer Energiefluss und verbindet beide Menschen auf Dauer.

Gefängnis der Gewohnheit

Von Timo am 01. März 2010 um 06:40

Ich will VERÄNDERUNG.
Bei MEINER MANNSCHAFT.
Bei MIR SELBST.
Aber im Tagesgeschäft falle ich immer in meine bisherigen Gewohnheiten zurück.

Warum ist das so?

Verhaltensforscher sagen dazu sinngemäß:
Etwas zu Tun auf der Grundlage eingeschwungener Gewohnheiten kommt immer schneller zustande als ein bewusstes, überlegtes Handeln. Reflexhaftes Reagieren braucht keine Zeit und keine Aufmerksamkeit. Man kann es nebenbei machen. Und aus der Evolutionslehre heraus generiert eine Veränderung dieser reflexhaften Verhaltensweisen innere Spannungen, weil ja die bisherige Verhaltensweise immer das eigene Überleben gesichert hat.

Wie löse ich das?

durch TÄGLICHE PRÄGUNG auf die VERHALTENSÄNDERUNG, die ich anstrebe

Wie mache ich das?

Zum Beispiel so: jeden Tag zur gleichen Zeit mit dem haargenau gleichen Ritual verinnerliche ich meine Ziele und meine gewollten Verhaltensänderungen. Ich “beame” mich für 60 Sekunden raus aus meinem turbulenten Tagesablauf, bremse auf 0 km/h ab, hebe den Kopf, schau mich um, nehme die Umgebung wahr, und LESE dann vollständig, WORT FÜR WORT und in Ruhe meine FORMELN von einem Blatt Papier oder aus meinem Organizer ab.
Das “Beamen” auf 0km/h muss verknüpft sein mit einem festen Ritual, z.B. ich nimm die Armbanduhr vom linken Handgelenk, nimm sie in die rechte Hand und schaue dem Sekundenzeiger 10 Sekunden zu – jetzt bin ich auf 0 km/h – und jetzt lese ich meine Formeln ab.
Das kann ich überall machen und brauche nichts und niemanden dazu.
Einzig notwendige Vorarbeit: die FORMELN schriftlich in max. 3-4 Sätzen oder in max. 10 Stichwörtern aufschreiben und immer am “Mann” haben.

Loslassen …

Von Timo am 15. Februar 2010 um 06:44

Bogen spannen (Energie) & Pfeil loslassen (Intelligenz)

nur wenn man den Pfeil loslässt kann er sein Ziel erreichen

wenn nicht, wird man müde den Bogen zu spannen und man hat irgendwann „den Bogen überspannt“

Loslassen ist Leben – Festhalten ist Tod.

Wie soll sich der IST-Zustand in den SOLL-Zustand verwandeln, wenn man den IST-Zustand festhält.

Loslassen!

Quelle: LOLA-Prinzip von Rene Egli (sinngemäß)

Werte finden …

Von Timo am 08. Februar 2010 um 13:21

Wer bin ich, wofür stehe ich und was ist MIR SELBST wirklich wichtig.

Wie kann es sein, dass ich das im Alter von 47 Jahren nicht weiss?
Wie kann es sein, dass ich keine stabile Grundlage für meine lebensweichenstellenden Entscheidungen habe?

N O R M A L .

Kaum einer weiss das.
Diejenigen, die es wissen, hatten oft eine längere Auszeit, z.B. nach BurnOut, oder ein tragisches Ereignis im Leben, das Sie genötigt hat sich mit ihren Werten auseinanderzusetzen um den Boden unter den Füssen wieder zu finden.

Wie finde ich meine Werte?

Ist ein langer Weg bis ich sie sicher und verlässlich identifiziert habe UND ihnen so fest vertraue, dass ich alle meine Entscheidungen nach diesem Navigationssystem ausrichte.
Warum? Der Weg bis hierhin war erfolgreich – ist eine grosse Überwindung von diesem Pfad abzuweichen.

Hier folgend eine ShortCut-Methode um mal was zum „Ausprobieren“ zu finden.

Step 1.
Schreibe Dir die 5 WICHTIGSTEN Menschen Deines Lebens auf ein Blatt.
[diese Liste geht NUR DICH etwas an – zeige Sie am besten keinem]

Step 2.
Schreibe dann zu jeder Person dazu, welche EIGENSCHAFTEN Du an ihr besonders schätzt.

Step 3.
Priorisiere – welches sind die Top 5 für Dich – im Sinne von
„Mein Leben wäre für mich total sinnlos ohne …“

Das ist ein Anfang.

CV durchschlagsstark machen …

Von Timo am 01. Februar 2010 um 08:16

Was IST heute drin:
Was habe ich wie lange in welcher Reihenfolge geMACHt und geTAN ? Was KANN ich?
Was SOLL rein:
Was habe ich beWIRKt und was habe ich beWEGt? WIE habe ich es erreicht? Wofür STEHE ich?

9 von 10 formell richtigen und formell vollständigen CV´s sind völlig ohne Ausdruck. Sie lesen sich wie ein Datenblatt eines 08/15-Notebooks.
Die Zahlen-Daten-Fakten gehören da rein – klar. Der „Einkäufer“ in HR selektiert meist über diese Hygienefaktoren vor.
Dort steht: Was habe ich wie lange in welcher Reihenfolge geMACHt und geTAN ? Was KANN ich?
Fein.

Aussagefähig und durchschlagsstark wird der CV erst, wenn ich klar und bildhaft zum Ausdruck bringe:

Was habe ich beWIRKt und was habe ich beWEGt? WIE habe ich es erreicht? Wofür STEHE ich?

Klingt einfach.

Ist aber ein richtig dickes Brett.
Was ich in den Jobs gemacht habe ist gleich hingeschrieben.
Was ich wirklich beWEGt und beWIRKt habe ist eher schwer zu sagen.
Und es ist typischerweise eher wenig.
Also: Was genau habe ich wirklich beWEGt?
WIE habe ich es gemacht?
Wie GENAU?
Was davon war BEDEUTsam.
Warum?
UND das FUNDAMENT: Wofür stehe ich. Wer bin ich als Mensch.
siehe dazu auch

Wenn ich versuche diese Fragen crisp und bildhaft zu beantworten, muss ich intensiv reflektieren über das was war.

Das führt zur Klarheit über das was nun kommen muss und warum.

Und zu einem ausdrucksstarken und damit durchschlagsstarken CV.

Wie bringe ich meine Operation zum Laufen …

Von Timo am 17. Januar 2010 um 11:23

LupeWenn Du das Land in Ordnung bringen willst, musst Du die Provinzen in Ordnung bringen.

Wenn Du die Provinzen in Ordnung bringen willst, musst Du die Städte in Ordnung bringen.

Wenn Du die Städte in Ordnung bringen willst, musst Du die Familien in Ordnung bringen.

Wenn Du die Familien in Ordnung bringen willst, musst Du die eigene Familie in Ordnung bringen.

Wenn Du die eigene Familie in Ordnung bringen willst, musst Du Dich selbst in Ordnung bringen.

[Chinesisches Sprichwort]

Freunde …

Von Timo am 11. Januar 2010 um 06:36

Nimm Dir Zeit für Deine Freunde, sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde. Mimik zerknirscht

Quelle: unbekannt – Radiointerview B3

tue bedeutsames …

Von Timo am 04. Januar 2010 um 17:26

The important thing is to make it a meaningful day. [Dalai Lama] Streichholz mit Mann

Das hat er geantwortet auf die Frage, was er denn tut, wenn er morgens schlecht drauf ist.
„Ich versuche dann mir etwas BEDEUTSAMES für den Tag vorzunehmen und dann gehts schon wieder.“

Das habe ich in einer aufgezeichneten Sendung von BR-alpha gesehen. Nach diesem Satz musste ich den Recorder anhalten und erstmal ein paar Minuten Luft holen.

Was habe ich in meinem Leben bedeutsames getan und was werde ich zukünftig bedeutsames tun.

Was für ein Wort.

Mir fielen sofort tausend Sachen ein zu:
– worin warst und bist du erfolgreich
– was hast du als Coach oder als Manager bewegt
– wie oft hast du over-achieved
– welche Deals hast du selbst gewonnen
– wem hast du wie zum Sieg verholfen
– usw.

Aber what the heck BEDEUTSAMES …

Ich denke nun seit mehr als 2 Wochen darüber nach.
Und ja, einige Dinge sind mir eingefallen.
Einige wenige.

Es gibt noch viel zu tun.

Ich wünsche uns ein bedeutsames 2010.

Wie werde ich zum Trusted Advisor …

Von Timo am 07. Dezember 2009 um 17:42

… in dem ich aufhöre zu verkaufen. Ertrinkender wird gerettet

Aber ich bin Verkäufer und will Umsatz machen.

Eben.

Eine Diskussion aus einem Solution-Sales-Workshop:
Wie verkaufe ich (m)eine Solution am besten?
In dem die Solution, die Lösung, zum Problem des Kunden passt.
Na das weiss ich auch. Aber wie mache ich das?
In dem ich frage und zuhöre und NICHTS SENDE.
Du hast ein Portfolio – Produkte und/oder Services – das willst Du oder Dein PreSales-Kollege zum Kunden transportieren – Ihr wollt etwas senden – weil Ihr beide ja stolz auf Euer Produkt und Eure Company seid – und Ihr habt ja auch 200 PowerPoint-Slides die zur Anwendung kommen müssen – right?
Right.
Aber bevor Euch beiden nicht glasklar ist, was eigentlich die tatsächlichen Probleme, Challenges und Treiber dieses Menschen in dieser Position oder diesem Projekt sind, ist es Zeitverschwendung für Euch und vor allem für den Entscheider beim Kunden, wenn Ihr ihm etwas sendet.
Du sagst mir also ich soll erst etwas senden, dem Kunden erst dann zeigen was wir haben und wer wir sind, wenn ich genau und im Detail ALLE  seine persönlichen Leidensdrücke verstanden habe.
Right.
Nur mal angenommen ich schaffe das, also ihm erstens diese ganzen Informationen aus dem Kreuz zu leiern (warum sollte er mir das überhaupt sagen) und zweitens, dass ich und mein PreSalesKollege bis dahin NICHTS über uns und unser Portfolio sende – Was tue ich denn, wenn nichts aus meinem Portfolio eines seiner Probleme löst?
Spätestens dann packst Du Deinen Notebook endgültig komplett weg und coached den Kunden durch sinngemäß folgende Fragekette: Verstehe. Und wie werden Sie dieses Problem nun anpacken? Wie genau? Was genau werden Sie tun? Welche Hürden und Hindernisse können auf diesem Weg auftauchen? Wie werden Sie diese meistern? usw. usw.
Und dann.
Dann gehst Du zufrieden nach Hause.
Aber der Kunde kauft nichts.
Er hätte ohnehin nichts gekauft. Weil Du ja keine Lösung für keines seiner Probleme hast. Aber Du warst ihm ein wertvoller Coach. Durch das Gespräch mit Dir hat er möglichweise zum ersten Mal in dieser Tiefe seine Situation verstanden, all seine Challenges klar gesehen und hat mit Dir einige Lösungswege durchgespielt und virtuell erprobt. Du hast ihm nicht die Zeit gestohlen und mit Deinem Portfolio gelangweilt, sondern warst ihm ein wertvoller und vertrauenswürdiger Gesprächspartner, ein angehender Trusted Advisor, und KEIN lästiger Verkäufer, der ihm etwas aufschwatzen wollte.
Und wie mache ich meinen Umsatz mit ihm?
In dem Du diesen Weg konsequent und mit Mut durchziehst, dadurch Vertrauen und Zutrauen aufbaust, er Dich zunehmend als Trusted Advisor zu Rate zieht und DICH SELBSTVERSTÄNDLICH und ohne die typischen Lieferanten-Spielchen beauftragt, wenn ein Element Deines Portfolios eines seiner Probleme löst. Und zwar ohne über den letzten Euro zu verhandeln.
Hmmmhh. Klingt zu einfach.
Eben.
Weiss nicht ob ich mich das traue …

Tagfertigkeit – ohne Altlasten in den Tag starten

Von Timo am 23. November 2009 um 10:36

Backlog´s essen Seele auf. Mimik zerknirscht

Ich sitze abends im A6 oder im 5er, bin völlig platt und ausgepowert und habe das Gefühl heute nichts geschafft zu haben. Ich gehe mit zig ToDo´s und offenen Tasks nach Hause. Ich schleppe immerzu einen Backlog mit mir herum und täglich poppen neue, unerwartete Tasks auf meinen Tisch – irgendein wichtiger will irgendetwas wichtiges ganz dringend von mir.

Nun, wie halte ich mir Zeitdiebe vom Leib und wie organisiere ich mich wirksam – siehe Advanced-Eisenhower.
Ist natürlich ein Dauerbrenner.

Das was ich jetzt hier folgend darüber hinaus sage, ist ein intellektueller NoBrainer.
Aber die Umsetzung dieses NoBrainers bringt die Zufriedenheit und das gute Gefühl auf der Heimfahrt zurück in meinen Bauch und mein Herz.

Ich werde TAGFERTIG.

Ich erledige ALLES, was ich mir für den Tag vorgenommen habe, zu meiner eigenen vollsten Zufriedenheit.
Ich werde TAGFERTIG und lasse keine Backlog´s oder Leftover´s übrig.
Ich plane am Ende dieses erfolgreichen und zufriedenstellenden Arbeitstages entspannt in 10 Minuten meinen morgigen Tag und inhaliere die positive Energie des fertig-seins.

Wie bekomme ich das hin?

Auf der Basis von Advanced-Eisenhower verplane ich nur noch 50% meiner verfügbaren Zeit. D.h. Termine (die dauern halt so lange, wie ich ihnen vorher einräume, und niemals länger) und Tasks (die dauern halt so lange, wie ich es vorher mit Konzentration und gründlichem Nachdenken einschätze, und niemals länger) füllen nur noch 50% meiner verfügbaren Tagesarbeitszeit aus in meinem Tagesplan.

Alles was nicht in die 50% der verfügbaren Zeit reinpasst, plane ich nicht und mache ich auch nicht.

Die „offenen“ 50% meiner Arbeitszeit können dann entspannt gefressen werden von Blitzen, die aus dem Tagesgeschäft heraus bei mir einschlagen.

Die ganze Methodik ist ein NoBrainer.
Sie führt unweigerlich zu täglicher Zufriedenheit und zu wieder gewonnenem Lebensglück (sorry to be so dramatic, but it´s quite true).
Die Realität: kaum einer hat es im Griff, obwohl es intellektuell ein NoBrainer ist.
Es liegt nur an mir selbst.

Ist das ein dünnes Brett. Nein, ein DICKES.
Hat man es je ohne Fokus und Konzentration im Griff – wird es zum Selbstläufer. Nein, es braucht jeden Tag und jede Woche aufs Neue meine Konzentration und meine Selbstdisziplin. Es braucht Konsequenz.

By the way: das Gleiche gilt genauso für zu Hause – z.B. für die Erledigung aller Überweisungen, klären aller Versicherungs- und Ämter-HeckMecks wie Lohnsteuerausgleich & Co. – dafür reicht WOCHENFERTIG – d.h. in einem FESTEN RITUAL zur immer gleichen Stunde am Wochende erledige ich alle Überweisungen, lege alle Belege sauber in Ordnern ab und widme mich den anstehenden qualvollen Tasks wie Belege-Vorbereitung für den Steuerberater in genau der Woche, in der die Task anfällt, und niemals später

If today were the last day of my life …

Von Timo am 16. November 2009 um 06:50

… would I want to do what I am about to do today? Herz im Mann
And whenever the answer has been „No“ for too many days in a row, I know I need to change something.
Es mag am grauen November liegen.
Aber die Deutlichkeit, mit der mir gerade eine Vielzahl mentaler Tief´s entgegenschlägt, ist enorm.

Ich bin unglücklich, unzufrieden, gefrustet – ich glaube nicht mehr an den Sinn dessen, was ich da jeden Tag tue – usw.

Die Lösung dafür ist kein dünnes Brett, sondern ein dickes.
Ein sehr dickes.

Ein exzellenter Einstieg in einen Software-Reset, um zumindest mal den Kopf zu heben und in die Ferne zu schauen, ist der Speech von Jobs.
Jaja, ich weiss, ich wiederhole mich.
Und der Jobs hat auch die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.
Bei diesem Speech geht´s auch nicht um den Jobs und auch nicht um Apple, sondern es geht um den SINN DES LEBENS.

Dieser Speech ist WEGWEISEND.

Homöopathie für Manager

Von Timo am 08. November 2009 um 13:21

Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Glas mit Pipette
Und deshalb kann ein Wässerchen, welches nachweislich maximal 1-2 Moleküle einer fragwürdigen Wirksubstanz enthält, definitiv nichts bewirken. Das Wasser soll eine „Erinnerung“ speichern und darüber soll dann die Heilwirkung stimuliert werden. Ja, iss klar.
Das Einzige was wirklich helfen kann, sind deutliche, physisch-chemisch nachweisbare, in hoher Dosis verabreichte Wirksubstanzen wie zum Beispiel Paracetamol, Ascorbinsäure, Pipeline- und Action-Plan-Reviews sowie gut durchdachte Commission-Systeme.

Blöderweise haben eine Vielzahl objektiver, wissenschaftlich anerkannter Studien über Homöopathie in gleich mehreren Ländern des Planeten genau das Gegenteil bewiesen. Homöopathie funktioniert in grossen Teilen besser als die Schulmedizin. Zum Leidwesen der Homöopathen haben etliche dieser Studien den Probanden aber nur Wasser oder Zuckerkugeln verabreicht.
Ergebnis: genau das gleich gute wie bei echten Globulis und echten homöopathischen Wässerchen.

hhhmmmhhhh.

Dann haben die Experten die Prozesse und Prozeduren um die Verabreichung der Medikation herum untersucht.
Und Sie sind fündig geworden.

Bei der „Verschreibung“ von homöopathischen Arzneimitteln geht ein Gespräch voraus, welches sich mit irgendwelchem Weichkram beschäftigt wie
– Wie geht es Dir?
– Wie fühlst Du Dich?
– Warum ist das so?
– Woher kommt das?
– Was fehlt Dir – was brauchst Du, damit es Dir gut geht?
– Womit beschäftigst Du Dich gerade?
– Was hält Dich nachts wach?
– Wonach ist Dir – was würdest Du gerne tun – warum genau das?
– und ähnlicher Kram … alles unter dem Tenor: ICH INTERESSIERE MICH FÜR DICH ALS MENSCH.

Bei der „Verschreibung“ von Schulmedizin sowie bei der Durchsprache der Pipeline und des Action-Plans fehlen diese Weichkram-Fragen. Man konzentriert sich wissenschaftlich abgesichert mit Vollgas auf die Symptome wie Kopfschmerz, Gelenkschmerz, zu niedrige Conversion- und Closing-Rate bei Deals, zu niedrige Pipeline-Volumina usw., fokussiert sich darauf und schiebt an.

Sollte dieser Weichkram etwa Energien freisetzen, die zur Selbstheilung des Patienten führen ???

Sollte dieser Weichkram etwa Energien freisetzen, die zur Verbesserung der Conversion-Rate und des Pipeline-Volumens beitragen ???

Internet Manifest – die Welt ist gar keine Scheibe …

Von Timo am 30. September 2009 um 09:46

… und noch ein Nachbrenner zum Thema: Web 2.0 & Co heben Paradigmen aus den Angeln – passt wie der Deckel auf den Topf zur Wurst
100te Jahre alte und sehr erfolgreiche Geschäftsmodelle werden über Nacht zur Randerscheinung – neue Modelle kommen hoch – überholen etablierte BusinessModelle auf der rechten Spur und zwar OHNE dass jemand das „Wie verdiene ich damit Geld“ zu Ende gedacht hat.

http://www.internet-manifest.de

Was war ich noch letzte Woche für eine Wurst …

Von Timo am 23. September 2009 um 10:14

… das sagte der Professor der Uni Wuppertal immer zu Ralf K. (Cisco): Wurst
Wenn Du heute auf die letzte Woche zurückschaust und Dir denkst: was war ich letzte Woche noch für eine Wurst – dann hat sich die Woche gelohnt weil dann hast Du ordentlich was dazu gelernt …

Ich habe mich mit Technologie-Trends beschäftigt.
ICH WAR ein BLINDER und AHNUNGSLOSER.

Ich bin ein HighTech-Insider – ich habe jeden Tag mit HighTech-Companys und deren Entscheider zu tun – ich bin voll auf Ballhöhe und mache nur ein bischen Feintuning – so dachte ich und habe mir in den letzten Wochen mal einen Technologie- und Trend-Update über Web 2.0 und Co. erarbeitet.

BottomLine: ICH WAR (bin) ein BLINDER und AHNUNGSLOSER.

ICH BIN (war) SCHOCKIERT.

Ich bin zwar SocialNetwork-User Web 2.0 mit XING und LinkedIn – hatte aber die Wucht und die Dimension, die das für die bereits heute im Berufsleben stehende Facebook&Co.-Generation hat, nicht mal im Ansatz verstanden.

Ich bin zwar Google-User – hatte aber die Elementar-Mechanismen der bereits etablierten FreeMium-Geschäftsmodelle nicht verstanden. Das sind disruptive Mechansimen, die die Welt bereits irreversibel verändert haben. Das ist eine Flutwelle, die auf die heute etablierten Businessmodelle zurollt. Ich glaube , dass das mit mir viele noch nicht erkannt haben (ich glaube das, weil ich ja jeden Tag mit den Entscheidern der HighTech-Branche rede und diskutiere …).

Ich bin zwar Wikipedia-User – hatte aber die Dimension und das Momentum von CrowdSourcing weder durchdacht noch verstanden. Das hat die gleiche revolutionäre Dimension wie der FreeMium-Behavior-Change bei Google und Konsorten.

ALSO.
Ich kann und will hier nicht alle meine AHA-Effekte ausformulieren –  ich will nur sagen:  ES KÖNNTE SEIN, DASS ICH NICHT DER EINZIG BLINDE BIN was diese Veränderungen angeht.
MEINE KUNDEN UND MEIN BUSINESS werden durch diese bereits etablierten Changes in den nächsten Jahren ESSENZIELL beeinflusst und verändert.

… zweimal 2.ter Sieger im Interview-Prozess

Von Timo am 14. September 2009 um 06:44

Was muss ich beim nächsten Mal anders machen um den Job zu bekommen? Podium gross

NICHTS.

Be yourself.
Die Energien finden ihren Weg alleine.
Eine Absage ist eine positive Sortierung.

Ich bin in den letzten 6 Monaten jetzt 2mal angesprochen worden und wurde auch in beiden Fällen zum Interview eingeladen. Ich bekam 2 höflich verpackte Absagen.
Was muss ich beim nächsten Mal anders machen um den Job zu bekommen?

Es gibt 4 Gründe, warum ich einen Job nicht bekomme:

  1. weil meine Fähigkeiten und Skills nicht passen
  2. weil ich als Typ, als Mensch nicht reinpasse
  3. weil ich den Job nicht genug will
  4. weil ich ihn zu stark will

In den ersten 3 Fällen ist es gut, dass ich den Job nicht bekomme.
Gut für mich selbst.
Und gut für das Unternehmen, das den Job besetzt.

1. Weil meine Fähigkeiten und Skills nicht passen

Mit Fähigkeiten und Skills meine ich NICHT Erfahrung sondern eher Talent, Können und Veranlagung.
Wenn einer z.B. ein exzellentes Gleichgewichts-Organ hat, kann er super balancieren OHNE sich grosse Mühe zu geben. Der andere, der zwar gerne balancieren würde, aber genetisch bedingt ein nur mittelmäßig arbeitendes Gleichgewichtsorgan im Ohr hat, der muss 5mal soviel üben und trainieren als der Talentierte und muss sich beim Balancieren viel mehr anstrengen. Er muss in die Pareto-Progression gehen. Er erreicht nicht 80% des Ergebnisses mit 20% Aufwand sondern umgekehrt.
Ein guter Interviewer findet die tatsächlichen Fähigkeiten und Skills eines Bewerbers in 45 Minuten heraus, egal welche Botschaften und Storys der Bewerber senden will. Und wenn er das kann, dann nimmt er nur den Skill-passenden, denn der wird den Job besser und mit weniger Aufwand und mehr Freude stemmen. Das ist logisch und richtig.

2. Weil ich als Typ, als Mensch nicht reinpasse
Chemical Fit – sagt man umgangssprachlich dazu. Was man eigentlich meint:  ist der Bewerber werte- und prinzipien-kompatibel zu unseremPuzzle2 Organismus. Passt er rein. Hier geht es nicht um gut oder schlecht, hier geht es um Passend oder Unpassend (Fit oder MisFit). Passt er mit seinen Werten, Prinzipien und seinen natürlichen Verhaltensweisen zum Organismus des Unternehmens, zu den Genen, zu den im Tagesgeschäft gelebten Werten und Prinzipien (die nicht notwendigerweise die gleichen sind, wie die auf Plakate geschriebenen).
Wenn ja, kann er seine ganze Erfahrung und seine exzellenten Fähigkeiten voll einbringen, wird ohne grosse Mühe erfolgreich sein und glücklich und zufrieden mit der neuen Aufgabe.
Ist er inkompatibel, wird er wie ein Virus isoliert und bekämpft, wie ein unpassendes Organ vom Organismus abgestossen. Er wird evtl. versuchen sein Verhalten zu ändern,  es zu verstellen, aber sein Werte- und Prinzipien-Kern bleibt der gleiche und sein natürliches Verhalten wird inkompatibel bleiben.
Ein guter Interviewer findet die tatsächlichen Werte und Prinzipien eines Bewerbers in 45 Minuten heraus. Und wenn er das kann, dann nimmt er nur den FIT. Logisch und richtig.

korrekt ODER erfolgreich – don´t ask for permission, beg for forgiveness

Von Timo am 10. August 2009 um 06:12

Salesmanager übernimmt neuen Job – grosse Software-Company – die Aufgabe: führe deine Mannschaft vom Techi-Feature-Sales zum Solution-Sales, sei früher im Sales-Cycle, generiere Impact und Budgets beim Business-Entscheider, ach ja: und hier hast du auch schon mal das wuchtige GOAL dazu im Commissionplan, ist klar 😉 – so eine Transition hat er schon mal gemacht – gut gemacht – mit messbarem Erfolg – weiss wo erStempel-HRabgelehnt beschnitten hinlangen muss und was die Hürden und Hindernisse sind – let´s go: Analyse seiner Mannschaft und deren Salesverhalten – 3 tauschen und dann 5 „Alte“+ 3 Neue entwickeln, upskillen und beschleunigen- er holt sich den Trainer mit dem er es schon mal erfolgreich gemacht hat und …

Er erstellt ein Konzept, das genau ins Schwarze trifft. Es ist ready-to-execute. Seine aufgefrischte Mannschaft ist von heute in 40 Tagen fit und gerüstet für einen erfolgreichen Solution-Sales-Approach. Er hat das prinzipielle GO des Geschäftsführers, soll aber sowohl HR wie auch seine SalesManager-Kollegen involvieren.

korrekt ODER erfolgreich

Er hat das GOAL. Seine Account-Teams haben es natürlich auch.
Der GF und die Kollegen schauen auf ihn: putzt der Neue was oder nicht.

… der weitere Verlauf:
er involviert HR – es gibt ein EMEA-Trainings-Curriculum – diese neue Massnahme muss zum Curriculum passen – das müssen wir dort präsentieren und mit dem Programm synchronisieren – kannst Du da bitte mal eine Präsentation zusammenstellen und auf dem HR-Directors-Meeting in EMEA vorstellen – die Franzosen haben auch so was vor – lass uns doch versuchen die Ideen der Franzosen da mit einfliessen zu lassen – am besten wäre eh eine EMEA-All-Version in Englisch, das dann in jedem Country gleich ist – kannst du dich bitte mit dem Franzosen mal zusammensetzen und eine Hybrid-Version eurer beiden Konzepte bauen … usw.
18 Monate sind vergangen – der neue Salesmanager hat etwa 10 Manntage in den Prozess investiert – das finale GO liegt jetzt in der Hand von EMEA-HR – die haben aber keinen Leidensdruck das Ding zu beschleunigen – es ist völlig unklar ob das Ding je executed wird.

Das war die KORREKTE Version.

Die Alternative wäre gewesen: ich bin neu – ich habe das Goal – der GF braucht genau wie ich auch die Zielerreichung und somit schnell den neuen Solution-Approach auf der Strasse –  wir setzen das Ding einfach auf – machen es – messen den Erfolg (sieht man eh in den Zahlen) – und falls EMEA-HR reklamiert, bitten wir sie um Nachsicht und Verzeihung und geloben Besserung

korrekt ODER erfolgreich – beg for forgiveness, don´t ask for permission

jeder zweite Executive scheitert – warum?

Von Timo am 03. August 2009 um 06:14

VicePresident Sales D-A-CH einer jungen US-Company sucht neue Herausforderung – er passt vom Profil und vom Erfahrungsschatz wie derPuzzle2 Deckel auf den Topf als GmbH-Geschäftsführer einer wuchtigen US-Organisation – ein Executive Searcher platziert ihn und die Entscheider finden ihn top – er steigt ein und geht mit Dynamik und hochgekrempelten Ärmeln ans Werk – die Matrix zuckt – political correctness oder Ergebnisse, was wollt ihr haben – Antwort:Ergebnisse – er gibt Gas – die Matrix zuckt wieder – die „Alten“ schauen sich in die Augen und nicken – der erste Disconnect – er strampelt heftiger – wie auf einem Lotusblatt tropfen die Impulse ab und verlaufen im Sand – er gibt Vollgas – die Strömung reisst ab – Derailment, sagt man momentan dazu …

Die Folgen.

Das Unternehmen hat meist 1 ganzes Jahr verloren – die neuen Strategien sind nicht konsequent umgesetzt – die verpassten Business Opportunities sind unwiederbringlich weg – Kosten für Headhunter, Abfindung, Gericht, Anwalt sind entstanden.
Wie kann es sein, dass er es nicht gepackt hat, obwohl anfangs alles so gut aussah und wir uns wirklich sicher waren, dass er der Richtige ist?

Der Executive ist gekündigt – freigestellt bis zum Jahresende – arbeitssuchend – das war der erste Rückschlag in seiner Karriere – er sitzt zu Hause – es nagt an ihm – die Zeit heilt die Wunde nicht, sondern das Zuhausesitzen lässt die Wunde eitern – es wird lange dauern, bis er sich von diesem Brikett erholt.
Wie kann es sein, dass ich dieses Ding nicht gepackt habe, obwohl ich bisher in allen meinen Jobs super performt habe?

Ob es nun 60%  (Studie von RHR International) oder 40% Derailments (Heidrick and Struggles internal study of 20,000 searches as cited by their CEO Kevin Kelly in Brooke Masters‘ article in the Financial Times, March 30, 2009) in den ersten 24 Monaten sind, es ist ein riesiger Schaden der entsteht. Und im Grunde sind diese Quoten nur die Spitze des Eisbergs. Denn etliche der Neuen werden durch nicht genau hinschauende und/oder schnell wechselnde Chefs sowie durch Organisationsänderungen nicht schnell genug als Fehlbesetzungen erkannt, halten sich aus Gründen der persönlichen Sicherheit an ihrem Job fest um dann als mittelmäßig funktionierender Executive mit mittelmäßig motivierten Leuten dauerhaft mittelmäßige Ergebnisse zu liefern und täglich unglücklich ins Büro zu fahren.

Die Ursachen.

Es geht hier NICHT (oder nur sehr selten) um gute oder schlechte Executives, es geht um Passende oder Unpassende (Fit oder MisFit).