Der erste Schritt ist der schwerste ….

Von Timo am 14. Januar 2015 um 10:00

Bei einem Mondflug verbraucht die Rakete >90% des gesamten Treibstoffs beim Start. Es ist extrem anstrengend und energieaufwändig der Gravitation zu entfliehen. Für den ganzen Rest der Reise von 2 x 400.000km sind nur noch 10% Energie nötig.

Wenn ich Veränderungen bewirken will, sei es bei mir selbst, in meinem eigenen Verhalten oder auch im Verhalten meiner Mannschaft, ist es genauso. Der erste Schritt ist der schwerste und aufwändigste. Aber auf ihn kommt es an. Der erste Schritt ist DER SCHLÜSSEL zur Veränderung. Er muss die Gravitation, also die Gewohnheit, überwinden.

D.h. ich muss am Anfang der Reise die volle Konzentration und die volle Kraft gleich in den allerersten Schritt legen, damit die Folgeschritte überhaupt stattfinden können und werden.
Der größte Fehler, den ich machen kann, ist es erst mal locker anlaufen zu lassen in der Hoffnung, dass der Prozess dann schon irgendwann Speed aufnimmt.

Gefängnis der Gewohnheit

Von Timo am 01. März 2010 um 06:40

Ich will VERÄNDERUNG.
Bei MEINER MANNSCHAFT.
Bei MIR SELBST.
Aber im Tagesgeschäft falle ich immer in meine bisherigen Gewohnheiten zurück.

Warum ist das so?

Verhaltensforscher sagen dazu sinngemäß:
Etwas zu Tun auf der Grundlage eingeschwungener Gewohnheiten kommt immer schneller zustande als ein bewusstes, überlegtes Handeln. Reflexhaftes Reagieren braucht keine Zeit und keine Aufmerksamkeit. Man kann es nebenbei machen. Und aus der Evolutionslehre heraus generiert eine Veränderung dieser reflexhaften Verhaltensweisen innere Spannungen, weil ja die bisherige Verhaltensweise immer das eigene Überleben gesichert hat.

Wie löse ich das?

durch TÄGLICHE PRÄGUNG auf die VERHALTENSÄNDERUNG, die ich anstrebe

Wie mache ich das?

Zum Beispiel so: jeden Tag zur gleichen Zeit mit dem haargenau gleichen Ritual verinnerliche ich meine Ziele und meine gewollten Verhaltensänderungen. Ich “beame” mich für 60 Sekunden raus aus meinem turbulenten Tagesablauf, bremse auf 0 km/h ab, hebe den Kopf, schau mich um, nehme die Umgebung wahr, und LESE dann vollständig, WORT FÜR WORT und in Ruhe meine FORMELN von einem Blatt Papier oder aus meinem Organizer ab.
Das “Beamen” auf 0km/h muss verknüpft sein mit einem festen Ritual, z.B. ich nimm die Armbanduhr vom linken Handgelenk, nimm sie in die rechte Hand und schaue dem Sekundenzeiger 10 Sekunden zu – jetzt bin ich auf 0 km/h – und jetzt lese ich meine Formeln ab.
Das kann ich überall machen und brauche nichts und niemanden dazu.
Einzig notwendige Vorarbeit: die FORMELN schriftlich in max. 3-4 Sätzen oder in max. 10 Stichwörtern aufschreiben und immer am “Mann” haben.

Wissen ist für die Katz´

Von Timo am 22. Februar 2010 um 07:56

Wissen ist Macht.
Wissensvorsprung = Wettbewerbsvorsprung.
Wer mehr weiss, ist mehr wert.
Wissen ist wertvoll – man muss es schützen.
ALLES SCHNEE VON GESTERN.
Wissen ist für die Katz´- es ist wertlos.

Bei der Umsetzung von Strategien im ITK-Segment geht es heute immer um CHANGE – es wird  immer eine spürbare Veränderung angestrebt. Eine andere GoToMarket-Strategie -der Kunde soll anders adressiert werden (KeyAccountManagement – RelationshipSales – Cross-&Up-Selling) – die Mitarbeiter und die Operation soll anders geführt werden (vom Manager zum Leader) – der Kunde soll uns als Lösungsanbieter und nicht als Technologie-Lieferant sehen usw usw

Und damit das erreicht wird, braucht man KnowHow – WissenWie.

Das ist STIMMT NICHT.

Denn das KnowHow ist bereits in mehrfacher Ausführung immer und überall vorhanden.
„Jeder“ AM ist in TAS-Holden-WCS-MillerHeimann-o.ä. trainiert – „jeder“ Manager hat an Seminaren über VomManagerZumLeader und über WieOrganisiereIchMichOptimal teilgenommen – es haben bereits Trilliarden an Solution-Trainings der BU stattgefunden – usw

Dieses Wissen ist als Schrankware vorhanden.
Alle haben es gelernt.
Fast alle haben es auch verstanden.
ABER KEINER SETZT ES UM.

Wissen ist also wertlos.
Wissen – KnowHow – zu wissen, wie etwas geht, führt NICHT zur Umsetzung.
Es führt NICHT zur notwendigen VERHALTENSÄNDERUNG.

Also ist Training für eine teuere, erfahrene Force Verschwendung von Zeit und Geld.
Ich pumpe nur das, was ohnehin bereits alle wissen, nochmal rein in der Hoffnung, dass es dann zur Umsetzung kommt. Und wenn´s nicht abhebt, dann machen wir noch eine Nachschulung.

BottomLine: KnowHow und somit Training/Schulung führt NICHT zur Verhaltensänderung und führt NICHT zur Umsetzung der Change-Strategie

Umdenken !

Nicht das KnowHow ist wichtig, sondern das VoranTreiben der Umsetzung, das Belohnen der Verhaltensänderung, das AusDemWasserScheuchen und Tadeln der Ewig-Gestrigen.
Mit einem Wort: FÜHRUNG

Und der Startpunkt dafür ist OBEN, nicht unten !